Am Anfang der Behandlung möchte ich die „Krankheit“ kennenlernen, indem ich mich mit dem Patienten frei unterhalte und mich nach den Motiven des Besuches in meiner Praxis erkundige. Im Vordergrund steht die Krankheitsgeschichte in ihrer zeitlichen Abfolge, beispielsweise Komplikationen bei der Geburt, bisherige Vorerkrankungen, Operationen, Ernährungsgewohnheiten, aktuelle Beschwerden, bisherige Therapien, usw. Nach diesen ersten Informationen ist es möglich, eine gewisse Chronologie des Krankheitsverlaufes aufzustellen.

Durch gezielte Fragen und anhand der verschiedenen medizinischen Befunde und Protokolle vervollständige ich mein Wissen über die bisherige Krankengeschichte des Patienten, nicht nur um ihn kennenzulernen, sondern auch zu selektiven Zwecken.

Als nächstes beschäftige ich mich damit, das Gewebe zu untersuchen. Um das Symptom „Verlust der Beweglichkeit“ zu finden bzw. aufzustöbern, muss ich den Patienten mit meinen Händen untersuchen. Hierbei ist es sehr wichtig, objektiv zu bleiben und sich nicht von Symptomen leiten zu lassen.

Nachdem ich durch die Ergebnisse der Untersuchung, den Ausschlusskriterien, den Berichten und der systemischen Diagnostik schließlich die Person, die „Krankheit“ und das Gewebe kenne, kann ich dem Patienten die geeignete Behandlung zukommen lassen. Die entsprechend auffällige Region mit einem „Bewegungsverlust“ wird behandelt.

Der Effekt der manuellen Mobilisierung ist durchaus nicht von ewiger Dauer. So kann es sein, dass sich mit der Zeit die Beweglichkeit wieder verringert. Um die Beweglichkeit zu erhalten, zeige ich dem Patienten zusätzlich täglich auszuführende Übungen, sozusagen Eigenmobilisationen als „Hausaufgaben“ (siehe Therapeutischer Gymnastikkurs).